Über mich:
Giulia Gräser, MD
Ich bin Ärztin, spezialisiert auf Präventions- und Regulationsmedizin mit Fokus auf Ayurvedische Medizin.
Mein Weg zu dieser Spezialisierung war eine kontinuierliche Reise durch verschiedene medizinische Disziplinen — jede mit eigenen Erkenntnissen, die mein Verständnis von echter Gesundheit verändert haben.
Der medizinische Hintergrund
Ich begann mit einer Ausbildung zur Physiotherapeutin, die mir früh zeigte: Der menschliche Körper ist kein isoliertes Organsystem, sondern ein komplexes Ganzes, in dem alles miteinander verbunden ist. Diese Perspektive prägte meine Sicht auf Medizin nachhaltig.
Danach studierte ich Humanmedizin an der Philipps-Universität Marburg (Vorklinisches Studium) und der Medizinischen Hochschule Hannover (Klinisches Studium). Das klinische Studium zeigte mir die Realität: standardisierte Behandlungsprotokolle, die bei ähnlichen Diagnosen völlig unterschiedliche Ergebnisse liefern. Die Frage, die sich mir stellte, wurde immer dringlicher: Warum funktioniert das eine Schema nicht für alle?
Nach meinem Studium machte ich einen bewussten Schritt zur Seite: eine 200-stündige Yoga- und Meditationsausbildung in Ubud, Bali, Indonesien. Das war ein Wendepunkt. Dort traf ich zum ersten Mal auf die Ayurvedische Medizin — und ich erkannte, dass ich auf ein Medizinsystem gestoßen war, das die Frage beantwortete, die mich beschäftigte.
Die Spezialisierungen
Nach dieser Einsicht startete ich meine Weiterbildung zur Fachärztin für Anästhesiologie am Caritas Klinikum St. Theresia in Saarbrücken. Die Anästhesie lehrte mich die Tiefe des Nervensystems und wie schnell der Körper in kritische Zustände geraten kann — und wie wichtig Regulation und Balance sind.
Darauf folgte meine Weiterbildung in Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an der SHG-Klinik Sonnenberg. Hier wurde mir vollständig klar: Körper und Psyche sind nicht getrennt. Psychosomatische Belastungen zeigen sich als physische Symptome, und umgekehrt. Klassische Symptombekämpfung greift zu kurz.
Anschließend begann meine Weiterbildung in Innerer Medizin mit Schwerpunkt auf Kardiologie und Onkologie — Fachbereiche, in denen chronische Erkrankungen dominieren. Hier sah ich es täglich: Patienten mit identischen Diagnosen, aber völlig unterschiedlichen Verläufen. Wieder diese Frage: Was macht den Unterschied?
Die Antwort liegt nicht in der Diagnose. Sie liegt in der Individualität des Menschen.
Der Wendepunkt: Ayurvedische Medizin
Während meiner Weiterbildung hatte ich begonnen, die Deutsche Ayurveda Akademie zu besuchen und mein Wissen in Ayurvedischer Medizin und Pulsdiagnostik aufzubauen. Aber um wirklich zu verstehen — um diese Medizin in ihrer Tiefe zu erfassen — reiste ich nach Sri Lanka und Indien, um bei erfahrenen Ayurveda-Praktiziererinnen und Praktizierern zu lernen. In den Ursprungsländern von Ayurveda erhielt ich Zugang zu einer Tiefe und Präzision, die nur dort möglich ist.
Das ist, wenn man es ehrlich sagt, der Kern dessen, was mich antreibt:
Ayurveda ist einer der wenigen medizinischen Ansätze weltweit, der Individualität konsequent in den Mittelpunkt stellt. Es definiert Gesundheit nicht als Abwesenheit von Krankheit, sondern als optimale Balance deiner einzigartigen Konstitution — deiner Prakriti. Krankheit entsteht, wenn diese Balance gestört wird — wenn sich Vikriti (Disharmonie) aufbaut.
Ayurveda arbeitet nicht mit Standard-Protokollen. Es arbeitet mit deinen spezifischen energetischen, psychischen und physischen Mustern. Das ist das Gegenteil von dem, was die klassische Schulmedizin macht — und genau das ist der Grund, warum echte Prävention nur so funktioniert.
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